
Verkleiden macht Spaß, weil es erlaubt, für einen Abend jemand anderes zu sein. Ob Fasching, Karneval, Halloween oder Mottoparty: Ein gutes Kostüm bringt dich ins Gespräch und sorgt für Fotos, über die noch lange gelacht wird. Dafür braucht es kein teures Komplettkostüm. Oft reicht ein Blick in den eigenen Kleiderschrank und ein bisschen Fantasie.
Was ein gutes Kostüm ausmacht
- Erkennbar auf den ersten Blick: Ein bis zwei typische Merkmale reichen, etwa die Augenklappe beim Piraten oder die Lupe beim Detektiv.
- Bequem für Stunden: Du willst tanzen, sitzen und essen können. Masken, die die Sicht einschränken, und Schuhe, in denen man nicht laufen kann, nerven nach einer Stunde.
- Wetterfest: Beim Straßenkarneval im Februar und an Halloween Ende Oktober ist es draußen meist kühl. Plane Schichten ein, die zum Kostüm passen.
- Persönlich: Ein selbst gebautes Kostüm mit Witz kommt oft besser an als das perfekte Kaufkostüm.
Last-Minute-Kostüme aus dem Kleiderschrank
Wenn die Einladung kurzfristig kommt, helfen diese Klassiker:
- Pirat: Gestreiftes Shirt, Kopftuch, Augenklappe aus Pappe, aufgemalter Bart.
- Tourist: Hawaiihemd, Sonnenhut, Kamera um den Hals, Stadtplan in der Hand.
- Detektiv: Langer Mantel, Hut, Lupe und ein ernstes Gesicht.
- Sportler der Achtziger: Trainingsjacke, Stirnband, Schweißbänder und lange Socken.
- Gespenst: Ein altes Bettlaken mit Augenlöchern. Klassisch, aber unschlagbar schnell.
- Wandelnder Wortwitz: Ein Schild mit „Smarties“ an einem Kittel, ein Pappschild mit „Kopfsalat“ am Kopf. Das Rätselraten der Gäste ist Teil des Spaßes.
Kostüme für Fasching und Karneval
Die Fastnachtszeit beginnt traditionell am 11.11. um 11:11 Uhr, ihren Höhepunkt erreicht sie in den Tagen vor Aschermittwoch. Je nach Region heißt sie Karneval, Fasching oder Fastnacht und hat eigene Bräuche. Beliebt sind bunte, fröhliche Kostüme: Tiere, Clowns, Superhelden, Figuren aus Märchen und Filmen. Weil Karneval oft draußen stattfindet, lohnen sich Kostüme, unter die eine warme Schicht passt, etwa ein Tier-Onesie oder ein Umhang.
Kostüme für Halloween
Halloween am 31. Oktober darf gruselig sein: Vampire, Hexen, Skelette, Zombies und Geister. Mit etwas Schminke, Kunstblut aus dem Bastelbedarf und alter Kleidung, die zerrissen werden darf, entsteht schnell ein überzeugender Look. Für Kinder eignen sich eher freundliche Gruselfiguren wie Kürbisse, Fledermäuse oder kleine Gespenster.
Gruppenkostüme
Gruppenkostüme machen besonders viel Spaß und sorgen für die besten Fotos. Ein paar Ideen:
- Die Obstschale: Jede Person ist eine andere Frucht.
- Ein Kartenspiel: Pappschilder vorne und hinten, jede Person eine Karte.
- Die Wetterlage: Sonne, Wolke, Regenschauer und Gewitter im Team.
- Ampel und Verkehr: Rot, Gelb, Grün und eine Person als Zebrastreifen.
- Ein Filmteam: Regie, Kamera, Hauptrolle und Statisten mit Klappe und Megafon.
Bei Junggesellenabschieden sind einheitliche Outfits beliebt. Ideen dafür stehen im Ratgeber Junggesellenabschied.
Mottopartys: Kostüm und Deko aus einem Guss
Ein Motto macht es Gästen leichter, ein Kostüm zu finden, und dir leichter, die Deko zu planen. Beliebte Mottos sind die Achtziger und Neunziger, Bad Taste, Hollywood, Strandparty, Superhelden oder Märchen. Wichtig ist, das Motto früh genug bekannt zu geben und ein paar einfache Beispiele zu nennen, damit niemand ohne Idee dasteht. Passende Deko-Ideen findest du unter Partydeko und Partyzubehör.
Tipp: Stell bei einer Mottoparty eine Verkleidungskiste mit Hüten, Perücken, Brillen und Tüchern an den Eingang. So kann auch mitfeiern, wer kein Kostüm gefunden hat.
Schminken und Accessoires
- Schminke: Nutze Theater- oder Kinderschminke, die für die Haut gedacht ist, und teste sie vorher an einer kleinen Stelle.
- Haare: Haarkreide oder auswaschbare Farbsprays sind eine Alternative zur Perücke. Vorher prüfen, ob sie sich wirklich auswaschen lassen.
- Accessoires: Hüte, Brillen und Requisiten machen aus einfacher Kleidung ein Kostüm. Im Lexikon Spaßgadgets von A bis Z findest du viele Klassiker.
Was du lieber lässt
Ein Kostüm soll Spaß machen, nicht verletzen. Verzichte auf Verkleidungen, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder einer Behinderung zur Witzfigur machen. Auch täuschend echte Uniformen von Polizei oder Rettungsdiensten und realistisch aussehende Waffenattrappen sind keine gute Idee: Sie können in der Öffentlichkeit für Verwirrung oder Ärger sorgen.
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- Gruppenkostüme
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Fragen und Antworten
Was ist ein schnelles Kostüm aus dem Kleiderschrank?
Bewährt sind Figuren mit klarem Erkennungszeichen: Pirat mit Kopftuch und Augenklappe, Detektiv mit Mantel und Lupe, Tourist mit Hawaiihemd, Kamera und Sonnenhut, Sportler aus den Achtzigern mit Stirnband und Trainingsjacke oder ein Gespenst aus einem alten Bettlaken mit Augenlöchern.
Welche Schminke ist für Kostüme geeignet?
Verwende Schminke, die ausdrücklich für die Haut gedacht ist, etwa Theater- oder Kinderschminke auf Wasserbasis. Teste sie vorher an einer kleinen Hautstelle, besonders bei Kindern und empfindlicher Haut, und schminke dich am Ende des Abends gründlich ab.
Welche Kostüme sollte man lieber vermeiden?
Verkleidungen, die Menschen wegen Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Behinderung als Witzfigur darstellen, verletzen andere schnell. Auch täuschend echte Uniformen von Polizei oder Rettungsdiensten und realistisch wirkende Waffenattrappen gehören nicht auf die Straße.
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Zuletzt überarbeitet am 27. Oktober 2026 von der Redaktion Mehr Schbass.