Spaßgadgets von A bis Z

Badebomben selber machen: Rezept und Tipps

Natron, Zitronensäure, Stärke und etwas Geduld: das Grundrezept für sprudelnde Badebomben, mit Fehlerhilfe und Sicherheitshinweisen.

Badebomben machst du aus drei Grundzutaten selbst: Natron, Zitronensäure und Speisestärke im Verhältnis von etwa 2 zu 1 zu 0,5. Die Mischung wird ganz leicht befeuchtet, in Formen gepresst und getrocknet. Im Badewasser reagieren Natron und Säure, und die Kugel sprudelt. Das klappt in einer guten Stunde Arbeit plus Trockenzeit, ohne Spezialwerkzeug.

Im Lexikon Spaßgadgets von A bis Z steht die Badebombe als Beispiel für ein Gadget, das man selbst herstellen kann. Hier kommt das ausführliche Rezept mit allem, was beim ersten Versuch gern schiefgeht.

Grundrezept auf einen Blick

  • etwa 4 bis 6 mittelgroße Kugeln
  • 30 bis 60 Minuten Arbeit
  • 24 bis 48 Stunden Trockenzeit

200 g Natron, 100 g Zitronensäure als Pulver, 50 g Speisestärke, nach Wunsch 1 bis 2 Esslöffel geschmolzenes Kokosöl oder Sheabutter, ein paar Tropfen Duft, etwas Farbe. Zum Befeuchten Wasser oder Hamameliswasser in einer Sprühflasche.

Zutaten und was sie tun

Zutat Aufgabe Hinweis
Natron (Natriumhydrogencarbonat) Grundmasse, reagiert mit der Säure Als Haushaltsnatron erhältlich, nicht mit Soda verwechseln
Zitronensäure Säure für das Sprudeln Nur Pulver verwenden, flüssige Zitronensäure startet die Reaktion sofort
Speisestärke Füllstoff, macht die Kugel stabiler und die Reaktion ruhiger Mais- oder Kartoffelstärke funktionieren beide
Kokosöl oder Sheabutter Pflegt und bindet die Masse Optional, macht die Wanne rutschig
Duft Geruch im Bad Sparsam dosieren, bei empfindlicher Haut weglassen
Farbe Optik Am besten als Pulver, flüssige Farbe nur tropfenweise

Natron, Soda oder Backpulver?

Die drei werden oft verwechselt. Für Badebomben brauchst du Natron, chemisch Natriumhydrogencarbonat. Es ist mild und wird auch beim Backen verwendet. Soda, also Natriumcarbonat, ist deutlich stärker alkalisch und gehört als Reinigungsmittel in den Putzschrank, nicht in die Badewanne. Backpulver enthält zwar Natron, aber bereits gemischt mit einem Säuerungsmittel und Stärke. Es sprudelt schwächer und lässt sich schlecht dosieren. Achte beim Einkauf also auf die Bezeichnung Natron oder Natriumhydrogencarbonat. Zitronensäure gibt es als Pulver meist dort, wo auch Entkalker und Einmachzubehör stehen.

Als Ausrüstung brauchst du eine große Schüssel, eine Küchenwaage, ein Sieb, eine Sprühflasche, Einmalhandschuhe und Formen. Geeignet sind zweiteilige Kugelformen, Silikonformen für Muffins oder Pralinen und sogar Plätzchenausstecher. Benutze für Badebomben am besten eigene Utensilien, die du danach nicht für Lebensmittel nimmst, oder spüle sie gründlich.

Anleitung in sechs Schritten

  1. Trockene Zutaten sieben: Natron, Zitronensäure und Stärke durch ein Sieb in die Schüssel geben und gut vermischen. Klümpchen machen später Löcher und Risse.
  2. Fett und Duft einarbeiten: Wenn du Öl oder Sheabutter verwendest, schmilz es kurz an, lass es etwas abkühlen und gib es mit dem Duft zur Mischung. Mit den Händen (in Handschuhen) verreiben, bis alles gleichmäßig krümelig ist.
  3. Farbe zugeben: Farbpulver einfach untermischen. Flüssige Farbe nur tropfenweise und sofort verreiben, damit die Masse nicht an einer Stelle zu sprudeln beginnt.
  4. Vorsichtig befeuchten: Ein- bis zweimal auf die Masse sprühen, sofort verkneten, wieder sprühen. Die Konsistenz stimmt, wenn eine Handvoll beim Zusammendrücken die Form hält, ähnlich wie feuchter Sand. Lieber zu wenig als zu viel Flüssigkeit.
  5. Fest in die Form pressen: Beide Hälften einer Kugelform leicht überfüllen, kräftig zusammendrücken und ein paar Minuten stehen lassen. Dann eine Hälfte vorsichtig abziehen, die Kugel auf ein Tuch setzen und nach einiger Zeit die zweite Hälfte lösen. Bei Silikonformen die Masse in der Form antrocknen lassen.
  6. Trocknen lassen: Mindestens 24 Stunden an einem trockenen Ort, bei großen Kugeln eher 48 Stunden. Erst wenn sie sich hart anfühlen, verpacken.

Tipp: Teste vor dem Formen eine Prise der Masse in einem Glas Wasser. Sprudelt es kräftig, stimmt das Verhältnis. Sprudelt die Masse schon in der Schüssel, ist zu viel Feuchtigkeit drin.

Wenn es nicht klappt: typische Fehler

Problem Wahrscheinliche Ursache Was hilft
Masse schäumt in der Schüssel zu viel Flüssigkeit auf einmal Etwas trockene Mischung nachgeben, künftig sparsamer sprühen
Kugel zerbröselt beim Entformen zu trocken oder zu wenig gepresst Noch einmal leicht besprühen und fester pressen
Kugel geht auf und bekommt Beulen zu feucht, die Reaktion läuft schon Masse beim nächsten Mal trockener halten, Kugel trotzdem nutzbar
Risse nach dem Trocknen Klümpchen oder zu schnelles Trocknen Zutaten sieben, nicht auf die Heizung stellen
Kaum Sprudeln im Bad zu wenig Säure oder feucht gelagert Verhältnis prüfen, luftdicht aufbewahren
Farbige Ränder in der Wanne zu viel Farbe Farbe sparsamer dosieren, Wanne direkt nachspülen

Ideen für Formen und Varianten

  • Planeten und Galaxien: Zwei oder drei Farben in Schichten in die Kugelform drücken, das ergibt beim Aufschneiden oder Auflösen einen Marmoreffekt.
  • Donuts und Cupcakes: Mit Silikonformen in Gebäckform entstehen Badebomben, die zum Lachen bringen. Gerade deshalb klar als Badezusatz kennzeichnen.
  • Saisonformen: Eier zu Ostern, Sterne im Winter, Herzen zum Valentinstag. Plätzchenausstecher auf einem Brett mit der Masse füllen und fest andrücken.
  • Mini-Badebomben: In Eiswürfelformen entstehen kleine Würfel für ein Fußbad oder als Mitbringsel im Glas.
  • Ohne Duft: Für empfindliche Haut einfach Natron, Säure, Stärke und etwas Öl. Sprudelt genauso.

Verzichte auf Plastikglitzer. Er sieht im Wasser zwar schön aus, landet aber als Mikroplastik im Abwasser und klebt hinterher an der Wanne. Getrocknete Blüten sind hübsch, können aber den Abfluss verstopfen, ein Sieb im Ablauf hilft.

Sicherheit und Hautverträglichkeit

Achtung: Zitronensäure als Pulver kann die Augen stark reizen. Beim Abwiegen und Mischen nicht in die Schüssel pusten, Staub nicht einatmen und Handschuhe tragen. Gelangt Pulver ins Auge, sofort gründlich mit Wasser ausspülen und bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen.

Weitere Punkte, die du beachten solltest:

  • Kinder nur mit Aufsicht: Kinder können gut mitmachen, beim Umgang mit der Säure sollte aber ein Erwachsener dabei sein.
  • Nicht essbar: Badebomben in Gebäck- oder Bonbonform sehen verlockend aus. Für kleine Kinder unerreichbar aufbewahren und beim Verschenken deutlich beschriften.
  • Ätherische Öle sparsam: Sie nie pur auf die Haut bringen und nur wenige Tropfen auf die ganze Menge geben. Öle mit Menthol, Kampfer oder Eukalyptus gelten für Säuglinge und Kleinkinder als ungeeignet. Bei Badebomben für Kinder lieber ganz auf Duft verzichten.
  • Empfindliche Haut: Wer zu Hautreizungen, Ekzemen oder Allergien neigt, verwendet die duft- und farbfreie Variante oder fragt bei Unsicherheit ärztlich nach. Kribbelt oder brennt die Haut, das Bad beenden und abduschen.
  • Rutschgefahr: Öl und Sheabutter machen den Wannenboden glatt. Vorsichtig aufstehen und die Wanne danach reinigen.
  • Verfärbungen: Viel Farbe kann Fugen, Kunststoffwannen oder Handtücher anfärben. Sparsam dosieren.

Badebomben verschenken

Selbst gemachte Badebomben sind ein Geschenk, das nach Mühe aussieht und wenig kostet. In einem Glas mit Schleife, in Papiertüten oder einzeln in kleinen Schachteln wirken sie besonders schön. Leg einen Zettel mit den Zutaten und dem Hinweis „Badezusatz, nicht essbar“ bei, damit Beschenkte mit Allergien Bescheid wissen. Eine Haltbarkeitsangabe von wenigen Monaten ist ein netter Service.

Wer Badebomben verkaufen statt verschenken will, bewegt sich im Kosmetikrecht. Für den Verkauf von Kosmetik gelten in der EU eigene Pflichten, unter anderem eine Sicherheitsbewertung. Für den Basar oder den Onlineshop solltest du dich deshalb vorher genau informieren.

Weitere günstige Ideen findest du bei den lustigen Geschenken unter 10 Euro. Wer Badebomben mit einem Augenzwinkern verschenken möchte, findet passende Kombinationen bei den lustigen Geschenken für Frauen, etwa eine Badebombe in Donutform zusammen mit einer Karte, die zum Nichtstun einlädt.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Warum sprudelt eine Badebombe?

Natron und Zitronensäure reagieren miteinander, sobald sie mit Wasser in Kontakt kommen. Dabei entsteht Kohlendioxid, das als Bläschen aufsteigt. Im trockenen Zustand passiert nichts, deshalb müssen die Zutaten trocken verarbeitet und die fertigen Kugeln trocken gelagert werden.

Kann ich Badebomben ohne Zitronensäure machen?

Ohne Säure sprudelt nichts. Manche Rezepte ersetzen die Zitronensäure durch Weinsteinpulver, das ebenfalls sauer reagiert. Die Wirkung ist meist etwas schwächer, und die Mengen müssen angepasst werden. Für den Einstieg ist Zitronensäure in Pulverform am einfachsten.

Wie lange halten selbst gemachte Badebomben?

Trocken und luftdicht gelagert halten sie einige Monate. Mit der Zeit lässt vor allem der Duft nach, und bei Feuchtigkeit beginnt die Reaktion schon im Schrank. Am schönsten sind sie in den ersten Wochen, deshalb lieber kleine Mengen machen.

Dürfen Kinder Badebomben selber machen?

Ja, mit Unterstützung. Ein Erwachsener sollte die Zitronensäure abwiegen und darauf achten, dass kein Staub in Augen oder Mund gerät. Bei Badebomben für Kinder lieber ganz auf ätherische Öle verzichten und sie so lagern, dass niemand sie mit Süßigkeiten verwechselt.

Zuletzt überarbeitet am 26. Oktober 2026 von der Redaktion Mehr Schbass.